Kathryn Fox ist eine australische Autorin, die ich durch einen Zeitungsartikel für mich entdeckt habe. Sie schreibt seit einigen Jahren und ist auch schon in mehrere Sprachen übersetzt worden. Das Buch Skin and Bone, das ich gelesen habe, ist nicht ihr Erstes. Mir hat es sehr gut gefallen. Auf dem Cover steht Australiens Antwort auf Patricia Cornwell and Kathy Reichs. Mmh ja, weiß nicht. Ich kenne beide Autorinnen, Cornwell lese ich nicht mehr, die letzten drei Romane waren einfach nur noch peinlich, Kathy Reichs letztes Buch hat mir auch nicht so super gefallen.
Auch Kathryn Fox ist, wie Kathy Reichs Ärztin. Schön fand ich, dass sie in dem Interview gesagt hatte, naja sie hätte halt keine Lust mehr auf papsmears (Abstriche, Krebsvorsorgeuntersuchung) gehabt und eigentlich schon immer Geschrieben.
Einmal muss ja das erste Mal sein und so habe ich in der Bücherei nach einem Buch einer holländischen Autorin gegriffen. Und ich bin froh drum. Renate Dorrestein ist eine wahrhaft tolle Geschichtenerzählerin. Ich muss gestehen, ich lese selten keine Krimis, aber dieses Mal hat es sich gelohnt. Der englische Titel lautet Without Mercy, sie ist aber auch ins Deutsche übersetzt worden. Es geht in dem Buch um ein Ehepaar, deren knapp 15-Jähriger Sohn in einer Diskothek erschossen wird. Es geht um die Aufarbeitung von Trauer und Schuld. Mich hat das Buch gefesselt. Wobei ich es nicht übermäßig traurig fand, sondern eher interessant, wie sich Mutter und Vater unterschiedlich mit Schuldgefühlen und Trauer auseinandergesetzt haben. Wirklich lesenswert. Ich werde die Augen offen halten nach ihren anderen Büchern.
Im Augenblick lese ich Susanne Mischkes Mordskind, was ich sehr spannend und unterhaltsam finde. Es gab immer mal wieder Momente, in denen ich nur stumm nicken konnte, wenn sie bestimmte Charaktere oder deren Eigenschaften beschrieb. Solche Leute kannte ich auch mal. Ich versuche das Lesen dieses Buches etwas in die Länge zu ziehen - pöh Mensch - mein einziges neues Buch in deutscher Sprache!
Liegen habe ich noch ein Buch von Marele Day, die ich noch nie vorher gelesen habe. Mrs Cook - The real and Imagined Life of the Captain’s Wife. Das ist ein Mix aus historischen und erdichteten Fakten über den Seefahrer James Cook aus der Sicht seiner Frau. Es klingt vom Klappentext her schon mal interessant, ich hoffe, dass mich die Sprache nicht upturnt. Sollte es in zu altmodischem Englisch daher kommen, werde ich wohl passen müssen.
Nachdem ich mehrere Male den Namen Fred Vargas gehört hatte, griff ich auch nach ihren Büchern in der Bücherei. Nach Zweien, um genau zu sein. Ich kann mich mit keinem anfreunden. Ich weiß nicht, ob es an der Übersetzung aus dem französischen ins englische liegt, an ihrem Schreibstil, an eine Story, die ich nicht sehr interessant fand…wenn nach 50 Seiten immer noch nichts passiert, was mich bei der Stange hält, überlege ich, ob ich weiterhin meine Zeit verplempern will. Vielleicht gebe ich ihr noch mal eine Chance bei einer deutschen Übersetzung. Es mag aber auch an mein Desinteresse an Frankreich liegen? Es gibt so viele Länder, die ich gerne besuchen würde, die ich interessant finde, Frankreich gehört nicht dazu.